Die Tissot Damenuhr in der Neuzeit

Ab etwa 900 nach Christus etablierten sich neben den Wasser- und Sonnenuhren im europäischen Raum auch die Kerzenuhr. Bei dieser brannten Kerzen mit einer definierten Form und Größe in einer bestimmten Zeitdauer ab. Zur konkreten Bestimmung waren diese mit Markierungen versehen. Der Vorteil dabei lag bei der praktischen Nutzung ohne Tageslicht, außerdem waren Sie einfach im Umgang, günstig zu produzieren und herzustellen und somit auch leicht verfügbar. Alternativ wurden auch Öllampen oder abbrennende Zündschnüre verwendet. In China waren auch Feueruhren beliebt, die zum Teil im Verlauf der Zeit auch Ihre Düfte wechselten, ähnlich einer Duftkerze. Diese waren Vorreiter der Tissot Damenuhr

Im mittelalterlichen Leben in Europa konnten sich jedoch die meisten Menschen keine Uhren leisten, weswegen Tagesabläufe vorrangig von Glockenzeichen, wie den Glocken der Kirchen oder Stadttürme, bestimmt wurden. Wichtige Zeiten wie Gottesdienste, Marktbeginn und Gerichtszeiten wurden von den Türmen eingeläutet. Allerdings genügten die Sonnen- und Wasseruhren, mit denen die Zeit des Glockenläutens bestimmt wurde, aufgrund Ihrer Ungenauigkeit bald den Ansprüchen nicht mehr. Durch die Erfindung der Hemmung, die bereits für die Figurenautomatik der arabischen Wasseruhren verwendet wurde, kamen bald die Räderuhren in den Glockentürmen zum Einsatz.

Die Räderuhr ist der Vorreiter von Swatch und Co.

Die Räderuhr wurde im Jahr 1335 erstmals urkundlich erwähnt. Das entsprechende gerät befand sich in der italienischen Kapelle des Palastes der Visconti in Mailand. Kurze Zeit später, im Jahr 1344, wurde außerdem die erste Schlaguhr gebaut. Durch diese war es zum allerersten Mal möglich, die Stunden mechanisch abzulesen. Die erste öffentlich sichtbare Schlaguhr befand sich 1370 in Paris, der Hauptstadt von Frankreich, am Eckturm des Palais de la Cité. Deren Pracht sprach sich bald in ganz Europa herum, so dass in dieser Folge zahlreiche öffentliche Räderuhren an Plätzen, Türmen und vielem mehr angebracht wurden. Somit war die genaue Zeitmessung auch für die breite Bevölkerung zugänglich.